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Ausstellung „Rollender Donner“ im Vonderau Museum Fulda

Fulda
Nicht Frankfurt, nicht Berlin, nein: Fulda trifft Dylan. Das ist das Motto der Ausstellung „Rollender Donner“ im Vonderau Museum.

22 Künstler präsentieren im zweiten Stock des Hauses 50 Werke, die sich mit dem Rockpoeten und ewigen Anwärter auf den Literatur-Nobelpreis auseinandersetzen. Die Schau ist das interessante Ergebnis eines Projektes, zu dem die Song & Danceman Band aus Fulda aufgerufen hatte. Die Truppe um Bassist Hermann Diel, der die Ausstellung auch kuratierte, bat nämlich für ihre kommende Woche offiziell erscheinende CD „Pictures Of Bob Dylan“ Künstler um Arbeiten zu einzelnen Songs des Musikers für ihr Booklet. Diel war der Meinung, dass es zu schade sei, diese Bilder nicht im Original zu zeigen. Was stimmt. Nun hängen nicht nur diese Werke im Museum, auch andere Künstler haben sich dazugesellt. Gemeinsam geben sie einen aufschlussreichen Eindruck davon, wie tief- oder vordergründig und mit welchen unterschiedlichen Mitteln sich die Menschen den Liedern des Barden nähern. Donnerstag Abend wurde die Schau eröffnet.

Ausstellungseröffnung im Vonderau Museum

© Video von Bernd Lehmann

http://www.bernd-lehmann.de/hommage_an_bob_dylan.htm

 Es ist eine abwechslungsreiche Ausstellung, die wegen des Themas zumindest beim Auftakt auch Besucher ins Museum holte, die den Weg dorthin nicht immer fänden, wie Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller (CDU) freudig bemerkte. Mit einem Augenzwinkern gab er bei dieser Gelegenheit zu, auf die Frage, ob er denn Dylan-Fan sei, geantwortet zu haben, dass er einer Generation angehöre, die „zwangsläufig in hörbaren Kontakt“ mit ihm gekommen sei. „Aber ich bin Fan derer, die hier ausstellen, und Fan derer, die sich die Schau ansehen“, fügte er hinzu. Der Anglist und Amerikanist Mathias R. Schmidt wies in seiner Einführungsrede auf die enge Verzahnung von Dylans Musik und der Malerei hin und dass der Sänger und Songwriter bis heute die Menschen inspiriere. Ein Beweis dafür ist „Rollender Donner“.

Es sind interessante Arbeiten zu sehen, von denen nur wenige einen Dylan-Titel einfach so darstellen. Von spannenden Beschäftigungen mit den Liedern zeugen die Arbeiten unter anderem von Bernd Baldus, Dorle Obländer und Werner Döppner. Am weitesten verfremdet hat Gabriele Eckardt „Quinn The Eskimo“, indem sie eine konstruktive Komposition aus dem Lied machte. Hervorragend: die Bilder von Bodo W. Klös und die intensiven Porträts von Bernd Lehmann (der im Foyer des Museums auch einen Einblick in sein Handwerk, das Drucken, ermöglichte).

 

© Fuldaer Zeitung Von Anke Zimmer

Lieder werden Leinwand – Bob Dylan in Bildern

  © Video von Bernd Lehmann

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